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Über die Initiative

Unsere Initiative ist die Reaktion auf den Orkan KYRILL, am 18. Januar 2007, bei dem alleine in Krefeld 1 200 Bäume umgelegt wurden. Ein Finanzschaden von über 3 Mio. € !!!

Für NRW eine der größten Naturkatastrophen, dessen bundesweiter Schaden das Landes-Umwelt-Ministerium mit vier Milliarden bezifferte. Aber nicht nur der materielle Schaden schmerzte. So wie vor „Kyrill“ wird es an vielen Orten in NRW nicht mehr aussehen.

Bleiben wir bei Krefeld :

Wie überall macht der anhaltende Klimawechsel auch unseren Stadtbäumen das Leben schwer.

Aus einem Fachbereich-Grünflächen-Bericht :

In dem seit 1989 existierenden Krefelder Baumkataster sind - ohne den Waldbestand - 62488 Bäume aufgeführt, die durch den Fachbereich Grünflächen betreut werden. Durch die nicht mehr zu leugnende Klimaveränderung d.h. zu milde, oder harte Winter, durchschnittlich wärmere und trockenere Sommer, ungleich verteilte Sommerniederschläge, tendenziell trockenere Stadtböden, Überhitzung, Starkregen-, Hagelschlag- und Sturmereignisse, Orkane, leiden viele Bäume an Massaria-Krankheit, erhöhtem Stressrisiko, Wurzelschäden, verlängerten Vegetations-Perioden, Platanenblattbräune, Rindenkrankheit, Kragenfäule, Eschentriebsterben z.B. und an vermehrten asiatischen Laubholzbockkäfern, Eichenprozessionsspinnern, Kastanien-Miniermotten, Platanennetzwanzen etc.

Ökonomisch gesehen, fordert das verstärkten, finanziellen Einsatz für Baumpflege und -kontrolle, um die gesetzlich vorgeschriebene Verkehrssicherungspflicht bei zunehmenden Baumkrankheiten sicher stellen zu können.

Das Alles klingt sehr trocken, aber für unseren Freund BAUM ist das ein ganz, GANZ GROSSER HORROR.

Aber wir pflanzen weiter, mit Deiner-Ihrer-Eurer Hilfe ?

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3333 arbeitet ehrenamtlich incl. Kunst, Ausstellungen, Versteigerungen, Podiumsgespräche, Benefizkonzerte, Baumfeste, Lesungen, Vorträge, Fahrrad-Touren, Ausflüge zur Museumsinsel Hombroich, Kunst- und Naturausstellung Baumschule Höfkes, Aquarellkurse in freier Natur, Wanderungen, etc. und die Gestaltung der Anthologie BAUM BÄUME WALD, für die wir ständig neue Texte suchen.

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Am 15. November 2007 pflanzten wir den ersten Baum, einen Amber, und danach
Ahorn – Akazie - Amber – Apfel – Blutbuche - Eiche - Esche - Esskastanie – Feldahorn - Gingko - Felsenbirne - Flatterulme –Hainbuche - Japanische Kirsche - Kastanie - Lärche - Quitte - Magnolie – Pflaume - Orleander - Kirsche - Rotbuche - Rote Sternrenette – Schwarzpappel – Silbereiche - Stielahorn -Stileiche – Walnuß - Sumpfeiche - Tulpenbaum – Zierapfel - und echte Kreuzdornbüsche

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Inzwischen verfügen wir über eine Menge Erfahrung. Fast jede Pflanzung ist ein Fest, mit Kindern, Behinderten, Eltern, Nachbarn, Mitarbeitern, Bürgervereinen. Am Tag der offenen Türe, Frühlings-, Sommer,- Herbst- und Baumfeste, Weltkindertag, Tag der Artenvielfalt, Tag des Baumes, Panamafest u. a.
Viele Bäume wurden gesegnet und es fanden mehrere Messen zum Thema Baum statt.
Es gibt Bäume mit Namen, wie Hannibal, Denise, Bübi, Karl der Große, Wahntastica z.B.

100te Menschen haben sich daran beteiligt, haben Suppen gekocht, gegrillt, Kuchen gebacken, Kaffee aufgeschüttet, Getränke geschleppt, Kostüme genäht, Sackhüpfen, Eierlaufen, Schminken, Luftballons organisiert, Gitarre, Klavier o. Quetsche gespielt, getrommelt, gesungen. Wir erlebten Welturaufführungen, Tombola, Losverkauf und Bühnenbilder.
Es wurde gezimmert und Lieder, Texte, Theaterstücke eprobt, und Bäume gemalt, Luftballons aufgepumpt und fliegen gelassen, Märchen erzählt, Pflanzlöcher gegraben, Gießkannen gefüllt, Bäume getauft, Wünsche an die Äste gehängt, Reden geschwungen



Seit November pflanzen wir Bäume in sozialen Einrichtungen (Kindergärten, Schulen, Behinderten- und Senioren-Wohnheimen, Krankenhäusern, Kliniken u.a. teilweise auch in Parks oder Naturschutzgebieten.

Die Initiative handelt dabei entsprechend dem Beuys´schen Begriff der "Sozialen Skulptur"! Wesentlich ist, die Pflanzung als sozialen und künstlerischen Akt zu verstehen und zu inszenieren. Jede Baumpflanzung wird in ein Fest oder eine andere bewusste Aktionsform eingebettet. Finanziert wird das Ganze durch Spenden. Wir einigen uns mit den Grunstücksengentümer über den Pflanzorte und die Baumsorte. Die Feste werden von den Einrichtungen organisiert.

Die Initiative 3333BäumefürKrefeld arbeitet in einer offenen Struktur um den Künstler Caco und Georg Dammer (Geschäftsführer WH) mit wechselnden Mitarbeitern, Helfern uund Förderern. Das ermöglicht eine aktive und funktionierende Struktur.
An den Pflanzungen nahmen jeweils 10 - 300 Personen statt. Mit Rat und Tat unterstützen uns NUV, NABU und ganz besonders, von Anfang an, die Baumschule Peter Büssem und der Fachbereich Grünflächen.

Die Initiative will einen aktiven auf Bürgerbeteiligung basierenden Beitrag in Krefeld leisten. Dabei soll ein soziokultureller Ansatz im Vordergrund stehen: Kunst mischt sich ein und gestaltet gesellschaftliche Realität! Es gibt keine Grenzen, jeder gibt hinein, was er geben kann und "erhöht so den Wärmegrad innerhalb der Gesellschaft".

Der Baum ist das klassische Symbol für Leben (Lebensbaum) und Zusammenleben. Die Aktion will einen direkten sozioökologischen Bezug ermöglichen und ein niedrigschwelligen Ansatz der Hoffnung auf positive Entwicklung pflegen! Kinder pflanzen einen Baum in ihrem Kindergarten und singen, malen, graben, lesen, backen usw. Menschen mit Behinderung lachen, reden, graben, gießen und treffen auch mal den Bürgermeister. Initiativen der Stadtteilarbeit können ihre Projekte vorstellen und werden mit einem Baum beschenkt usw..
Medium aller Aktionen ist die Kunst!

Eine öffentliche Diskussion und "Angst vor dem Baum vor der Tür" soll mit einer positiven Gegenbewegung beantwortet werden, wobei der Anspruch Krefelds als eine der grünsten Städte in NRW hinterfragt wird.
Unsere Aktivitäten führten zu einer großen Akzeptanz in der Bevölkerung, bis hin zur Stadtsiegelverleihung am 9. Oktober 2009. Politiker pflanzten einen interfraktionären Baum. Weitere pflanzten Ober-/Bürgermeister, Landtags- und Bundestagsabgeordnete, Krankenhausgeschäftsführer oder Privatpersonen, die ihren Respekt für die Arbeit einer Einrichtung zum Ausdruck bringen wollten.

Viel Raum nimmt die Suche nach Spendern und Förderern (s. Liste) ein. Dabei geht es nicht nur um große Summen, sondern auch um Sammelbüchsen, Kunst Versteigerung, Benefizkonzerte u. ä.

Es entstehen jede Menge Büroarbeiten.
Wir schauen uns die betreffenden Grundstücke an,
einigen uns auf die Baumsorte und
einen Termin für das Pflanzfest,
besorgen ggf. Genehmigungen etc.

Mit den Einrichtungen verschicken wir Einladungen, informieren die Presse, Öffentlichkeit, Nachbarschaft, Bezirksvertretungen, Politiker, Oberbürgermeister, BürgermeisterInnen, MdB, MdL etc.

Aber die Feiern und Feste
lassen uns das vergessen,
und meist gibt´s auch was zu essen ...

Der einzige Streitpunkt ist manchmal der Kampf um Stiefel, Schüppen, Schaufeln, Gartenschlauch oder Gießkannen. Aber der Baum bleibt immer der Sieger.




Hier informieren wir über den „Stand der Dinge“. Hier findet man auch eine Spender- und FörderInnen-Liste,
und die sich ständig ergänzende Anthologie BAUM BÄUME WALD, aus der auch Lesungen möglich sind.

Das Pflanzen von Bäumen ist ein Zeichen der Hoffnung, ohne die wir nicht leben können. Es ist auch unser Klimaschutzbeitrag und gleichzeitig ein Denkmal für Professor Joseph Beuys, der am 12. Mai 1921 in der Krefelder Frauenklinik geboren wurde.

„Die beste Kunst ist die, die in der Natur aufgeht.“



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DER STAND DER DINGE

Zahlreiche, bildende Künstler sind von unserem Vorhaben begeistert, sie geben uns Werkspenden, deren Verkauf uns weiterhelfen soll. Wir konnten schon mehrere Bäume damit finanzieren. Die Künstlerliste liest sich wie das „Who is Who“ der niederrheinischen Kunstschaffenden. Doch unser Hilferuf wird auch überregional gehört. Es erreichen uns Arbeiten aus Köln, Hagen, Bremerhaven, Würzburg, Geldern, Moers, Bochum, Meerbusch, Gießen, Kevelaer, Freising, Viersen, Mönchengladbach, ja, sogar aus Belgien, Polen und der Türkei. Alle spüren, dass die soziale Skulptur 3333Bäumefürkrefeld nur mit vielen Menschen zu realisieren ist, ganz im Sinne des erweiterten Kunstbegriffs.



Sie stehen in Schulen, Krankenhaus, Klinik, Kindergärten, Kindertagesstätten, Kinderspielplatz, Park, Kirche, Altenheim, Bruch-Landschaften etc. Das alles wurde und wird verwirklicht mit Werkhaus, Grünflächenamt, Baumschulen, Pflanzern, Studenten, Kindern, Schülern, Lehrern, Politikern, Radiosendung, Presseartikeln, Flyern, Plakaten, Künstlern und Musikern, Geld- und Baum-Spendern, Sammelbüchsen, Ausstellungen und Benefizkonzerten, u. a.

Wie man sieht, geht es uns dabei nicht nur ums „Bäumchen pflanzen“, sondern um den dadurch stattfindenden Entstehungs-Prozess.
Kunst ist, das Richtige zu tun, am richtigen Ort, zur richtigen Zeit. Das Richtige tun wir mit der Stadtverwaldung, der richtige Ort ist das kyrill-geschädigte Krefeld und jeder Tag die richtige Zeit. Jeder Mensch ist ein Künstler (J. B.), denn er kann sein Umfeld mitgestalten.
Wie in unserem Fall, ist das gleichzeitig ein aktiver Beitrag zum Klimaschutz. Das Umdenken breitet sich aus, wie weltweite Wiederaufforstungen belegen.
Denn GRÜN ist die Hoffnung, ohne die wir nicht leben wollen.

Caco



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