Was ist das virtuelle Zentrum? Eine Einleitung, eine Einladung zur Diskussion

Was haben wir auf dieser neuen Internet-Seite vor? Hier soll mehr entstehen, als nur eine weitere Beschreibung unserer Arbeit, wir wollen hier unsere kulturelle Arbeit auch im Internet fortsetzen und Medienarbeit anbieten und zeigen. Interessiert? Hier sind unsere Angebote, aktiv zu werden, und unten kannst Du kommentieren. Aber zunächst ein paar Anmerkungen zur Sache:

Virtualität ist die Eigenschaft einer Sache, nicht in der Form zu existieren, in der sie zu existieren scheint, aber in ihrem Wesen oder ihrer Wirkung einer in dieser Form existierenden Sache zu gleichen. Das Wort führt über den französischen Begriff virtuel (fähig zu wirken, möglich) zurück auf das lateinische Wort virtus (Tugend, Tapferkeit, Tüchtigkeit, Kraft, Männlichkeit).

Virtualität spezifiziert also eine gedachte oder über ihre Eigenschaften konkretisierte Entität, die zwar nicht physisch, aber doch in ihrer Funktionalität oder Wirkung vorhanden ist.“ Quelle: Wikipedia

virtuell (Deutsch), Adjektiv
[…]
Bedeutungen:
[1] von einem Computer simuliert
[2] nur theoretisch existent

Synonyme:
[1] simuliert
[2] angenommen, gedacht, imaginabel, imaginär, theoretisch

Sinnverwandte Wörter:
[2] denkbar

Gegenwörter:
[1] physisch
[1, 2] echt, reell, tatsächlich, wirklich

Beispiele:
[1] Durch diese virtuelle 3D-Grafik können Sie bereits das fertige Gebäude betrachten.
[1] Schauen Sie in unseren virtuellen Semesterapparat.
[2] Bei der Brechung an der Linse entstehen ein virtuelles und ein reelles Bild.
[2] … dort sind die Längen- und Breitenkreise nur gedacht, oder wie man auch sagt, virtuell.

Charakteristische Wortkombinationen:
[1] virtuelle Realität, virtuelle Welt
[2] virtuelle Arbeit, ein virtuelles Bild, virtuelle Masse, virtuelles Teilchen
[2] virtuelle Darstellung, virtueller Server, virtuelle Maschine“
Quelle: Wiktionary

Zentrum (Deutsch), Substantiv, n

Bedeutungen:
[1] die Mitte, der Mittelpunkt
[1a] eines zweidimensionalen oder dreidimensionalen Gegenstandes, einer Figur, einer Fläche
[1b] oder eines lebenden Wesens (auch auf unbelebte Dinge übertragen)
[2] zentrale oder wichtige Einrichtung einer Institution oder Organisation
[…]

Herkunft:

von mittelhochdeutsch zenter → gmh, im 13. Jahrhundert von lateinisch centrum → la, „Mittelpunkt, Achspunkt, Nabe“, von altgriechisch κέντρoν (kéntron) → grc, „Mittelpunkt eines Kreises“, eigentlich „Stachelstab (ruhender Schenkel eines Zirkels), Dorn“;[1] aus einer indogermanischen Wurzel *kent-, „stechen“[2]

Synonyme:
[1, 4] Kern, Mitte
[2] Center

Sinnverwandte Wörter:
[1] Brennpunkt, Bündelpunkt, Drehpunkt, Hälfte, (das) Innere, Inneres, Schwerpunkt
[1b] Herz, Herzstück, Nabel, Seele
[2] Haupteinrichtung, Hauptgebäude, Sammelplatz, Sammelpunkt

Gegenwörter:
[1] Anfang, (das) Äußere, Äußeres, Ende, Hülle, Oberfläche, Peripherie, Rand
[2] Außenstelle, Filiale, Nebenstelle, Zweigstelle
[3, 4] Randgruppe, Untergruppe

Beispiele:
[1] Dort geht es ins Zentrum der Stadt.
[2] Hier baut der Kaufhauskonzern ein neues Zentrum.
[2] „Als traditionelle Orte der Namenforschung im deutschsprachigen Raum sind Lüneburg, Heidelberg, Mainz und Wiesbaden sowie mit Statistiken auch Zentren in Österreich und der Schweiz zu nennen.“[3]
[…]
[5] Am sichersten ist es, das Zentrum zu erobern.
Quelle: Wiktionary

Frei übersetzt arbeiten wir hier also an der „gedachten Mitte“ des Werkhaus e.V..
Die Ziele und Aufgaben des „Virtuellen Zentrums“ werden im Konzeptförderungs-Antrag wie folgt beschrieben:

Ermöglicht werden soll [… ] die Schaffung eines Virtuellen Soziokulturellen Zentrums (im Folgenden „Virtuelles Zentrum“ genannt)
-zu Zwecken der Dokumentation von Aktivitäten und Projekten
-zu Zwecken der Aufmerksamkeits- / Publikumsgewinnung
-zu Zwecken der Umsetzung soziokultureller Praxis.

Geschaffen werden soll eine Plattform zur Entwicklung von Partizipation, d.h. u.a.
-zur politischen Aktion
-zur Beteiligung an entwicklungspolitischen Fragestellungen
-zur Beteiligung und Initiierung von Stadtentwicklungsprozessen
-zur Präsentation von Projekten
-zur Entwicklung und Durchführung von Kommunikationsformaten
-zur Anregung und Umsetzung von künstlerischen Projekten
-zur Entwicklung neuer Themenschwerpunkte

Zur Realisierung des Virtuellen Zentrums greifen wir zurück auf existierende Bausteine.

Im Folgenden werden vier Bausteine mit den Entwicklungsperspektiven im Virtuellen Zentrum vorgestellt.

· Medienlabor (Audio + Video)
Bildung
Dokumentation
Spiel
Künstlerisches Experiment
· Ausstellungen, Work in Progress:
Übernahme thematischer Ausstellungen (Post-Oil City u.a.)
Andocken von Begleitveranstaltungen
· partizipatorischer Angebote:
Meinungs-Bildung (Grüner Salon, Krefelder Dialog, Kamingespräche,
Initiativgespräche)
Initiativarbeit (3333 Bäume, Fest ohne Grenzen, Frei Festival, Krefelder
Promenade, Stadtentwicklung)
Inklusive Angebote (Ferienangebote, musikalischer Salon, UNerHÖRTinklusiv
· Create your cities
Realisation von Projekten kultureller Bildung zur Aneignung von Stadtraum

Diese vier Schwerpunkte ergeben sich aus den in den letzten Jahren realisierten Projekten und Arbeitsschwerpunkten. Innovativ wollen wir mit dem Aufbau unseres Virtuellen Zentrums einen Schritt der Annäherung an für unser Zentrum unbekannte Formen gehen und eine Brücke in unser reales Zentrum bauen. Damit bleibt unsere Arbeit zukunftsfähig. (Aus dem Antrag auf Konzeptförderung, 2015)

Der Antrag beruft sich dabei auf diese Positionierung von Soziokulturellen Zentren:
„Die Zentren sind Orte politischer Öffentlichkeit. Eine zentrale Aufgabe von Soziokultur ist es, Antworten auf gesellschaftliche Fragen zu suchen wie z.B. nach der Bedeutung des Lokalen, der Stadt und der Region, nach Kooperationen; nach Förderungsmöglichkeiten von politischem Engagement und Vernetzung.
Perspektivisch betrachtet bedeutet dies, dass Soziokultur durch ihre Programmatik einer kulturellen Demokratisierung ein Forum für partizipative Konzepte, Kritik und Kontroversen über unterschiedlichste Gestaltungsmöglichkeiten gesellschaftlicher Bedingungen und Entwicklungen sein will […].
Es geht mir vielmehr um die Revitalisierung des Politischen in der soziokulturellen Praxis! Dabei geht es auch um die politische Meinungsführung bei z.B. Themen der Stadtpolitik. Damit sind soziokulturelle Einrichtungen Drehpunkte, die mit ihren Netzwerken einen zentralen Beitrag für die Stadtgesellschaft leisten (können). Ergreifen sie diese Chance nicht, stellt sich die Frage nach dem Unterschied zu sonstigen kommerziellen wie nicht kommerziellen Kultureinrichtungen.“
(Dr. H.-Jörg Siewert, aus einem Vortrag 2012)

Konzeptförderung

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