Lesung Moritz Pfeiffer

Sep '12
20
19:30

Meine Großeltern, die Nazis?
Lesung mit Diskussion in Zusammenarbeit mit der NS-Dokumentationsstelle

Exemplarisch hat Moritz Pfeiffer seine eigene Familiengeschichte zwischen 1933 und 1945 aufgearbeitet. Ohne die eigenen Großeltern aus sicherer historischer Distanz pauschal verurteilen zu wollen, noch mit der Intention, sie von individueller Schuld freizusprechen, beinhaltet der Vortrag Methoden und Chancen einer innerfamiliären Vergangenheitsbewältigung. Sachlich und differenziert werden Fragen beantwortet, die in vielen Familien aufkommen: Was haben die eigenen Vorfahren in der Zeit des Nationalsozialismus und im Zweiten Weltkrieg erlebt? Wie gehen Sie damit um?

Die Hälfte aller Deutschen geht davon aus, die eigenen Vorfahren hätten dem Nationalsozialismus kritisch bis ablehnend gegenübergestanden. Nicht wenige halten ihre Eltern oder Großeltern für aktive oder passive Widerstandskämpfer. Gerade einmal sechs Prozent der Deutschen können sich vorstellen, dass es in der eigenen Familie überzeugte Nazis gegeben hat. Die eigene Familiengeschichte zwischen 1933 und 1945 wird oftmals ausgeklammert.

Moritz Pfeiffer spricht über die deutsche “Opa war kein Nazi”-Mentalität, Chancen und Möglichkeiten einer differenzierten Aufarbeitung der eigenen NS-Familiengeschichte.

Rahmenveranstaltung innerhalb der Ausstellung 1941 – Deportiert ins Ghetto.

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