DIE RELATIVITÄTSFALLE

Feb '14
05
11:00

relativitaetsfalle

Auftaktveranstaltung zum Projekt DIE REALTIVITÄTSFALLE des Werkhaus e. V. in Kooperation mit dem KRESCHtheater Krefeld

Als Folgeprojekt von heute ist anders hat sich Die Relativitätsfalle gemeinsam mit Klassen und Projektgemeinschaften auf den Weg gemacht, um geschichtlichen Rückblick mit persönlicher Aufsicht zu verbinden.

Zentrale Fragen in der Arbeit mit den Schülern waren:

  • Wie sehen wir andere?
  • Wie entstehen unsere Haltungen?
  • Wie wählen wir unsere Positionen?
  • Wie reagieren wir unter unterschiedlichen Bedingungen?
  • Wovon sind unsere Reaktionen abhängig?

Inspiriert durch Medien, eigene performative Selbstversuche, psychologische Experimente, Alltagserfahrungen und Cyberwelten haben die Schüler mittels Improvisation unterschiedliche Szenen zum Thema entwickelt. Diese sind nicht nur als Ausdruck eines individuellen Wirklichkeitsverständnisses zu verstehen, sondern haben insbesondere bei den einzelnen Spielern ein „Einfühlen“ in die verschiedensten Reaktionsformen von Menschen ermöglicht.

Über das Spielen und Nachstellen moralisch, ethischer Grenzsituationen wurden emotionale Haltungen am eigenen Leib erlebbar gemacht. Scheinbar fernere Konflikte wurden über Verkörperung hautnah spürbar und machten deutlich, wie schnell Ausgrenzung, Macht und Kontrolle vollzogen werden. Sowohl Grenzüberschreitungen im Umgang mit anderen, das schnelle Erstellen stereotyper Bilder und das Aufkommen aggressiver Verhaltensmuster wurden im Arbeitsprozess erlebbar und haben bei den Schülern zu intensiver, persönlicher Aufsicht auf eigene Handlungsabläufe geführt.

Es deutete sich an, dass Ausgrenzungen und Täterschaften vom einzelnen oftmals schneller eingenommen als reflektiert werden. Hierbei wollten wir in diesem Zusammenhang sicherlich keinen Diskurs mit erhobenem Zeigefinger durchführen, aber dennoch reflektierend für den Ausblick festhalten:

Ob im kleinen alltäglichen Rahmen oder im großen gesamtgesellschaftlichen Zusammenspiel, sicher ist es sinnvoll, wachsam zu sein, seine eigenen Reaktionen nachhaltig zu prüfen und seine eigene Ausdrucks- und Positionierungsfähigkeit verantwortungsvoll zu nutzen. Insbesondere nach der Erfahrung im Projektverlauf, die gezeigt hat, wie schnell es geht Haltung, Meinung und Rolle zu übernehmen, die man vielleicht moralisch gar nicht teilt und doch im darstellerischen Moment schneller spürt als man meint.

Die einzelnen Werke der Projektgruppen werden nun in Kombination gezeigt, was die vielseitigen Themenkreise Der Relativitätsfalle und ihrer Projektgruppen wieder spiegelt. Dies darf sicherlich als ein kleiner Ausschnitt aus unserer Lebenswelt verstanden werden, denn Menschen und Positionierungen finden sich überall.

Entstanden ist ein schülerisches Werk, das zum Nachdenken anregt und die Fragen aufwirft:

  • Wie gehen wir mit anderen um?
  • Leben wir auf fertigen Spuren oder haben wir Milliarden Möglichkeiten anderen zu begegnen?

Wenn ja….

  • Was wollen wir wirklich und worauf müssen wir dann achten?

Übersicht der einzelnen Darbietungen

Fixed World
Improvisationtheater in einer fiktiven WG. Kreierte Avatare spielen Wunschkombinationen des Publikums.
Berufskolleg Vera Beckers

Sag mir deine Nummer
Szenische Entwicklung auf Grundlage des Stanford Prison Experiments. Schüler spielen Gefangen und Strafvollzugsbeamte.
Berufskolleg Vera Beckers

Völker, Länder, Feinde, Kriege
Eine abstrakte Darstellung länderfeindlicher und kriegerischer Auseinandersetzungen im Spiegel der Medien.
Berufskolleg Vera Beckers

Riechst Du wie der stinkt?
Szene aus dem Schulalltag eines neuen Mitschülers, für den es unmittelbar keinen Platz gibt.
Fichte-Gymnasium Krefeld

Damit musst Du leben
Abstrakte Darstellung der Rolle eines jungen Erwachsenen im Spannungsfeld den elterlichen Erwartungen
Fichte-Gymnasium Krefeld

Der weiße Junge
Darstellerische Umsetzung einer Schulhofperformance. Was passiert mit anderen, wenn einer nichts tut?
Gymnasium Fabritianum

Der erste Eindruck
Schülerfilmprojekt zur Fremdwahrnehmung.
Realschule Oppum

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