Teppichkonzert mit Liv Solveig Slow Travels

Mär
16
20:00

Achtung: Bis auf Weiteres gilt bei allen Werkbühnenveranstaltungen 2G++, d.h. auch für Geboosterte ist ein negatives Testergebnis inklusive Lichtbilddokument verpflichtend, um eingelassen zu werden. Wir wollen nach wie vor dringend unsere Räume für Besuchende öffnen, dabei aber das größtmögliche Maß an Sicherheit und entspannter Atmosphäre schaffen. Bei den derzeitigen Zahlen, halten wir dieses Vorgehen daher am sinnvollsten. Wir danken für euer Verständnis!

Die Reihe „Teppichkonzerte – Musiken für leeren Bahnhof“ ist während den Zeiten des Lockdowns entstanden. Das Prinzip der Reihe 2 bis 3 Künstler*innen kommen an verschiedenen Orten der großen Halle des alten Bahnhofgebäudes zusammen und positionieren sich in Kreisformation mit Blick zueinander auf dem namensgebenden Teppich. Die Performance wird dabei gefilmt, wodurch für Zuschauende eine sehr besondere Atmosphäre entsteht.
Die Zuschauerzahl vor Ort ist auf maximal 40 Menschen begrenzt; Tickets gibt es nur an der Abendkasse, können aber im Vorhinein per Mail oder Anruf reserviert werden.

Liv Solveig

Aufgewachsen in Süddeutschland und in einer Hütte im skandinavischen Wald, zog es Liv Solveig nach dem Violinstudium in Karlsruhe zum Jazzgesangstudium nach New York. Dort sog sie die Stimmen der Stadt ebenso auf wie die Stille des Sunndalsfjord in Norwegen. Daraus entstanden ist ihr: „Scandinavian Symphonic Indie“ – atmosphärisch dicht und nebelverhangen schön. Die Geschichte ihres neuen Albums „Slow Travels“, das am 14.05.2021 erschien, ist die Geschichte von Liv Solveig selbst. „Es ist eine Ode an den Delay“, sagt sie und lächelt. Die Stücke auf dem Album sind wie ein Patchwork aus Einflüssen der Welt, die die Künstlerin zu einer musikalischen Heimat zusammenfügt: Klassik-Background, Harlemer Jazz-Einflüsse, Folk-Spirit eines früheren Projekts. Das fertige Album ist ein wahres Wunderwerk. Symphonisch und orchestral, dabei perkussiv und leidenschaftlich. Über den komplexen Arrangements schwebt Livs Stimme, oder besser gesagt, ihre Stimmen: Choräle, die sowohl an die Gesänge des indigenen Volks der Samen erinnern, als auch Spuren ihrer Kindheit sind, da Liv Solveig die Tochter einer Organistin und eines Pfarrers ist. Sie ist von Bach ebenso inspiriert wie etwa von Sigur Ros. Mit reinem Songwriting hat die Arbeit der Musikerin mit deutsch norwegischen Wurzeln nicht viel gemein, denn vielmehr schreibt, dichtet, arrangiert, dirigiert, baut sie Songs, die Bestand haben und gerade durch ihre Komplexität und Schönheit umso mehr ins Herz rutschen. In ihrer Wahlheimat Berlin ist Liv Solveig mittlerweile schon eine musikalische Größe. Liv arbeitete bereits mit Alin Coen, Max Prosa, Die Höchste Eisenbahn, Get Well Soon und stand mit Balbina in der Elbphilharmonie auf der Bühne. Ohnehin ist Liv live ein Erlebnis: Wie ein Solo-Orchester gibt sie jedem Instrument eine Stimme und scheint alles für einen Augenblick anhalten zu können. Ihre Spezialität: Das Spiel mit dem Geigenbogen auf der E-Gitarre.