Nirgendwo ist hier

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Im September 2014 befasst sich das Werkhaus – vernetzt mit dem Flüchtlingsrat Krefeld e. V., dem Bündnis „Krefeld für Demokratie und Toleranz“ und Emmaus Krefeld e. V. – mit dem Thema Flucht und Asyl. Vom 7. bis 25. September 2014 ist die Ausstellung Nirgendwo ist hier im Südbahnhof zu sehen. Begleitende Veranstaltungen zum Thema finden sich auf der Projekt-Seite Flucht und Asyl.

Zur Ausstellungseröffnung am 7. September 2014 um 11 Uhr ist Kirsten Eichler, Vorstandsmitglied des Flüchtlingsrates NRW, ist anwesend.

Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag, 15 bis 18 Uhr, und nach Vereinbarung

Aus dem Ausstellungskatalog:

Das Thema Flucht und Asyl ist in Deutschland ebenso aktuell wie brisant. Nachdem die Zahl der Menschen, die in der Bundesrepublik Schutz vor Verfolgung, Elend und Krieg suchen, seit Mitte der 1990er Jahre zurückgegangen war, erleben wir seit einigen Jahren wieder einen Anstieg der Asylanträge. Wenngleich die aktuellen Zahlen nicht einmal annähernd das Niveau der 1990er Jahre erreichen, reagiert die Gesellschaft hoch sensibel auf solche Nachrichten. Politiker/innen fast aller Parteien fordern jüngst eine erneute Verschärfung der Zuwanderungsregeln. Der Zustimmung großer Teile der Bevölkerung können sie sich dabei fast immer sicher ein. Was bei der Diskussion jedoch oftmals auf der Strecke bleibt, ist der Mensch hinter den Zahlen, der Blick auf das Schicksal des einzelnen Flüchtlings, der auf der Suche nach einem besseren leben nach Deutschland gekommen ist und sich hier mit einem undurchsichtigen Paragrafendschungel, mit dem Misstrauen der Behörden und der Ablehnung oder zumindest der Ignoranz durch weite Teile der Bevölkerung konfrontiert sieht. […]
Flüchtlingsrat NRW, August 2013

In Zusammenarbeit mit Studierenden und Dozierenden der ecosign/Akademie für Gestaltung aus Köln, der Fachhochschule Bielefeld und der Fachhochschule Dortmund hat der Flüchtlingsrat NRW ein Projekt initiiert, in dessen Rahmen sich Studierende auf unterschiedlichen Wegen dem Themenkomplex Flucht und Asyl genähert haben.
Was nimmt man mit, wenn man nicht weiß, wohin man geht? Wie richtet man sich ein, wenn man nicht weiß, wie lange man bleiben kann? Wie verständigt man sich, wenn man eine Sprache nicht spricht? Ist Duldungsstatus ein Begriff, der Mut machen kann, und wie wächst man auf, wenn man zur Volljährigkeit abgeschoben werden kann, in eine Heimat, die man nicht kennt?

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Wirklichkeitsbezogene Fotografie setzt sich mit dem auseinander, was ist. Es geht dabei um mehr als das Aufzeichnen einer Spur. Fotografie kann ein Spiegel sein, den man dem Betrachter vorhält. In diesem Sinne schreiben wir in diesem Projekt mit Bildern, beschreiben und erforschen und versuchen anhand verschiedenster fotografischer Positionen herauszufinden, was es bedeutet, ein Flüchtling zu sein.
Flüchtlingsrat NRW

Die Fotos sind Arbeiten aus der Ausstellung