Betrifft "Aktion3"

Mai '11 Jul '11
22 03
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„Deutsche“ verwerten „jüdische Nachbarn“

Im Herbst 1941 begannen die unmittelbaren Vorbereitungen für den Holocaust: Kennzeichnungspflicht für Jüdinnen und Juden, Auswanderungsverbot, Anweisungen an die örtlichen Finanzämter, die Enteignungen der Deportierten zu organisieren. Die Akten dieses staatlich organisierten Raubmordes wurden in den Finanzbehörden geführt. Sie dokumentieren vor allem zweierlei: Staatliche Perfektion und die breite Beteiligung der Bevölkerung an den „Versteigerungen aus nichtarischem Besitz“.

In der Ausstellung sind Akten dieser Enteignungen aus Köln und niederrheinischen Orten zu sehen. Sie werden in Rahmen wie Bilder präsentiert: Erinnerungsbilder an ein Deutschland der Täter. Diese Bilder verstören bis heute, denn sie zeigen vor allem eins: Eine antisemitische „Volksgemeinschaft“ der „anständigen“ Deutschen, die bis heute verdrängt wird.

Verantwortlich: Prof. Dr. Dreßen

Öffnungszeiten
Dienstag bis Freitag: 10:00 bis 12:00 und 16:00 bis 18.00 Uhr
Sonntags 11:00 bis 16:00 Uhr

Begleitveranstaltungen
23.06.2011, 20:00 Uhr Filmvorführung