Nach “Zukunftsträume – die Letzten räumen die Erde auf” und “Geradeaus bis zum Morgen” bringt das Theaterlabor seine dritte Produktion auf die Bühne:
Was passiert, wenn nicht die Prinzessin, sondern der Prinz auf der Erbse liegt?
Mit dieser Frage sind die Teilnehmenden des Theaterlabors in das neue Projekt gestartet und haben Andersons Märchen in Schnipsel geteilt, einzeln betrachtet und zum wilden Spiel freigegeben.
Die erste Antwort, was passiert, lautet: Der Gender-Tausch liefert neue Figuren, die nicht den gängigen Geschlechterklischees entsprechen. Das wirft die Frage auf: Wie sieht es eigentlich aus mit der Gleichberechtigung? Den Tausch weitergeführt geht es um „Männerrechte“. Ein perspektivwechselnder Blick auf unser Umfeld. Und es wackelt um uns, so richtig. Mädchen sollen gefallen, Jungs sich durchsetzen. Nicht nur von alten und neuen Konservativen sondern auch gerade von rechtspopulistischen Parteien wird Antifeminismus als – demokratiefeindliche – Ideologie postuliert (orig. Feminismus ist Scheiße). Und was wäre eigentlich eine emanzipierte Männlichkeit?
Und die Erbse? Rollt – nicht mehr still! Was ist eigentlich diese Erbse? Eine unbequeme Wahrheit, gesellschaftlich, persönlich? Und was ist dann die Antwort? 20 Matratzen zum Abpuffern? Es ist doch viel bequemer, das Problem einfach zu überdecken und es nicht mehr zu spüren. Und was, wenn Erbsen verboten wären auf dieser Welt?
FREIraum21: Eine Performance zwischen Revolution und leisem Schlummern.
Es spielen: Alma, Antonio, Caspar, Frida, Giorgia, Jonathan, Leander, Mahla, Marlene, Scham, Svea
Licht: Federico
Spielleitung: Anna Brass und Andreas Simon
FREIraum21 ist unser neuer Ort für Tanz, Bewegung und Vieles mehr, den wir im Rahmen des Förderprogramms NEUSTART-Programm des Fonds-Soziokultur für unsere Bildungsarbeit an der Dießemer Straße 21 entwickeln.
