Mit MOMENTUM #2 eröffnet


CocoonDance Company, Bonn
MOMENTUM #2
In »MOMENTUM #2« treffen drei Tänzer auf die treibenden Beats eines DJs. Zwischen Rhythmus und Geschwindigkeit, Lichteffekten und Sound entwickeln ihre Bewegungen einen Sog, dem sich auch das Publikum kaum entziehen kann.
Ausgehend von einer Recherche über Parkour erkundet die Choreografin Rafaële Giovanola mit CocoonDance, wie aus Impuls Bewegung entsteht und Körper, Raum und Publikum miteinander in Beziehung treten. Die zunehmende Intensität und Verausgabung wird dabei zum konstituierenden Moment der Inszenierung und überträgt sich als kinästhetisches Erlebnis auf die Körper der Besucher.
Die zunehmende Intensität und Verausgabung wird zum konstituierenden Moment der Inszenierung und überträgt sich als kinästhetisches Erlebnis im gemeinsamen Raum immer stärker auf die Körper der Besucher. Die Grenzen zwischen Bühne und Zuschauerraum beginnen sich aufzulösen: Bewegung wird nicht nur sichtbar, sondern körperlich erfahrbar.
Beruhend auf einer Recherche über Parkour – eine Sportart, die jedes Hindernis des gegebenen Raums als Ausgangspunkt für immer neue Bewegungsmöglichkeiten nutzt –, spielt »MOMENTUM #2« mit der Erfahrung, sich im Bewegungsimpuls zu verlieren. Körper, Raum und Rhythmus werden dabei zu einem dynamischen Gefüge, das sich fortwährend verändert.
In Anerkennung von 25 Jahren außergewöhnlicher künstlerischer Arbeit und ihres wegweisenden Beitrags zum zeitgenössischen Tanz erhält die Choreografin Rafaële Giovanola den Deutschen Tanzpreis 2027. Die Jury würdigt damit ihr herausragendes Gesamtwerk, ihren nachhaltigen Einfluss auf den zeitgenössischen Tanz sowie die Fantasie, Konsequenz und Originalität ihrer Arbeiten.
→ Tickets
Dauer: ca. 45 Minuten
Eintritt: 15 € / erm. 8,50 €
(Bitte beachten Sie: Es ist nur Barzahlung möglich.)
MOVE – Festival für Tanz & Stadtpraxis
2026 findet MOVE! als besondere Edition statt: Aus den Krefelder Tagen für modernen Tanz wird ein Festival für Tanz & Stadtpraxis. Anlass ist die Sanierung der Fabrik Heeder, die über viele Jahre das Zentrum des Festivals bildete. Nachdem MOVE! 2025 erstmals in seiner Geschichte kurzfristig abgesagt werden musste, nimmt die diesjährige Ausgabe die aktuelle Schließung der Studiobühne I – Inge Brand-Saal zum Anlass, neue Wege zu gehen und das Festival stärker in die Stadt zu öffnen.
MOVE! und MOVE!_extended führen das Publikum durch unterschiedliche Räume Krefelds: in Theater- und Probenräume, eine Kirche, ein ehemaliges Klärwerk und ein ehemaliges Stadtbad, in Wohnungen, auf Stadtspaziergänge und an Orte des alltäglichen Lebens. Die Stadt wird dabei nicht zur Kulisse, sondern selbst zum Gegenüber – mit ihren Geschichten, Architekturen, Infrastrukturen und Übergangsräumen.
Viele der eingeladenen Arbeiten richten den Blick auf das, was leicht übersehen wird: auf alltägliche Gesten, Arbeit und Fürsorge, Spiel, Erinnerung und Gemeinschaft, auf Wiederholung, Transformation und das Vergehen von Zeit. Performances, Workshops, Stadtbegehungen, Tanzfilme und Gesprächsformate eröffnen dabei unterschiedliche Formen des Zuschauens und Teilnehmens. Tanz begegnet uns nicht als etwas Abgeschlossenes, sondern als eine Praxis des Sehens, Hörens, Fragens und Begegnens.
MOVE! 2026 lädt dazu ein, den Tanz und die Stadt aus ungewohnten Perspektiven zu entdecken – und den eigenen Blick in Bewegung zu bringen.
