Die Sprache des Windes
Winde, die Geschichten tragen
Das Motiv des „Windes“ fungiert als verbindendes Element an diesem Abend mit Literatur, Tanz und Musik sowie mit Information zur Badgir-Architektur – Windtürmen, die als Kühltechnik für heiße und trockene Regionen entwickelt wurden.
Winde und Vögel kennen keine Grenzen.
Am 26. November 2026 um 19:00 Uhr laden wir zu einem besonderen interdisziplinären Kulturformat ein: zu einer Reise mit Winden, die Geschichten tragen. Ein Wind, der Meere, Ebenen, hohe Mauern und Gebirgsketten überquert hat, hält inne, schöpft neuen Atem und erzählt uns von Iran.
Eine Verbindung aus Geigenklängen, Lyrik, zeitgenössischem Tanz, dem Brief eines Freundes aus einem Gefängnis der Islamischen Republik, einer Erzählung von der Straße aus dem blutigen Januar 2026 – von den Protesten der Menschen im Iran – und einer besonderen Begegnung mit dem Wind und der faszinierenden Architektur des Badgirs.
Im Mittelpunkt steht der Badgir, der traditionelle Windturm Irans. Diese hohen, scheinbar einsamen Bauwerke in den heißen und trockenen Regionen Irans sind zugleich architektonische Meisterwerke und Ausdruck eines jahrtausendealten Wissens über Klima, Natur und nachhaltiges Bauen. Es geht es um ihre Geschichte, ihre Besonderheiten und ihre kulturelle Bedeutung.
Die Veranstaltung findet auf Deutsch statt.
Der Wind weht weiter. Auf der Bühne kommen Vortragende und Künstler:innen zusammen – mit Beiträgen in ihrer Sprache und künstlerischen Darbietungen.
Sie lassen persönliche Erinnerungen, poetische Bilder und lebendige Fragmente hörbar werden – Stimmen aus einer Zeit, die Spuren hinterlassen hat – und Geschichten, die weiterklingen.
Das Podiumsgespräch mit Fuad Amini Ghahfarokhi, Architekt mit Forschungserfahrung zu iranischen Windtürmen, wird von Nura Afnan-Samandari, freier Künstlerin und Kunstvermittlerin in der Abteilung Bildung der Kunstsammlung NRW, moderiert.
Im zweiten Teil der Veranstaltung wird aus dem Zuhören, Sprechen und Sehen eine gemeinsame Begegnung. Kleine iranische Speisen laden dazu ein, an einem Tisch zusammenzukommen. Essen wird zum Anlass für Nähe, Austausch und persönliche Gespräche.
Am Ende nehmen alle ein Stück dieser Reise mit nach Hause: eine Erinnerung, eine Geschichte und vielleicht ein wenig von diesem Wind – ein Wind, der Grenzen überschreitet und die Laterne unserer Vorstellungskraft zum Leuchten bringt.
Protagonist:innen und Mitwirkende
Parisa Badiyi — Künstlerin und Violinistin
Rooha Mokhlesi — Performerin
Soroosh Mozaffar Moghaddam — Autor und Vortragender
Yegane Agahi— Vortragende
Nabil Samandari — Vortragender
Shadi Aghdam — Designerin
Projektkoordination: Maryam Gheiji
Der Eintritt ist kostenfrei. Anmeldungen sind erbeten! Bitte das Reservierungsformular ausfüllen.


