Murder Eyez · QED*HipHop Feier zum Tag des Flüchtlings

Sep
29
19:00

Am 29. September ist der Tag des Flüchtlings. Aus diesem Anlass geben der Flüchtlingsrat Krefeld und der Werkhaus e. V. eine Feier im Südbahnhof. Neben Essen und Trinken ist ein besonderer Höhepunkt geplant: Abdul Rahman, „The Syrian Legend“ – besser bekannt als Murder Eyez -, kommt in den Südbahnhof.

Während Murder Eyez seine Aufmerksamkeit auf die Zustände im vom Krieg zerstörten Syrien lenkt und dabei alles andere als harmlos bleibt kommen QED*HipHop, die sich ebenfalls angekündigt haben, ganz locker und leicht rüber. Das Produzenten-Trio FalkenFeder, DoaSound und Chris Deep sagt von sich „Bei uns wird die Liebe noch groß geschrieben wie Big L“.

Murder Eyez (Abdul Rahman)

»Die harmloseste Geschichte, die Abdul Rahman über die aktuelle Situation in Aleppo, Syrien, erzählen kann, geht so: >Vier, fünf Familien leben in einer Wohnung zusammen, nicht aus Geldnot, sondern weil es nicht mehr Wohnungen gibt, es ist alles zerstört.< Das Leid, die Gräuel aus seiner Heimatstadt sind weit weg, doch die Bilder erreichen ihn jeden Tag in den Nachrichten und jede Nacht in seinen Alpträumen. Er schildert Szenen, die zu grausam sind, als dass man sie aufschreiben könnte. Seine Schwester mit ihrer Familie und einige Verwandte leben noch in Aleppo, manchmal hört er von ihnen, meistens nichts, fast immer hat er Angst um sie.« (Kölnische Rundschau) Der Computeringenieur, Musikproduzent, Videokünstler und Rapper Abdul Rahman kommt aus Syrien. 2013 kam er nach Deutschland, zunächst nach Rostock, seit 2015 lebt er in Köln. In seiner Heimat wird er »The Syrian Legend« genannt, denn er ist dort als Murder Eyez ein gefeierter Rapper. Auch in Deutschland arbeitet der Rapper, der auf Arabisch und Englisch singt, an seiner Existenz als Musiker, doch nicht aus rein materiellen oder eigennützigen Gründen: Auch ohne Plattenlabel will er seinem Heimatland eine Stimme verleihen, Aufmerksamkeit auf die wirklichen Zustände im vom Krieg nahezu komplett zerstörten Syrien lenken, und damit auch andere zum Reden auffordern, wenn auch sie Opfer des IS-Terrors sind. Besetzung: Abdul Rahman (Murder Eyez) – Rapper Smeezy (Renad Dalipos) – DJ oder Monibi (Sarah Roellinger) – DJ

QEDHipHop ist das Produzenten-Trio FalkenFeder und DoaSound an Mics und Beats, Chris Deep an Bass, Gitarren, Mix und Arrangement. 2016 haben sie ihr erstes gemeinsames Album aufgenommen. (Krefeld/Duisburg)

„Talib Kweli-ziert […] das darf doch nicht Pharcyde“
Doa und Tomek, trafen sich in der Schule, machten Kurse mit den Schülern… später dann zusammen Tracks. Das ist Hip Hop. Hip Hop ist Musik, ist eine Sprache – die Generationen und Kulturen verbindet.

„Fütter meinen Style, so dasEFX“
Und die Brücke baut QEDHipHop: Zwischen eingängigen Oldschool-Raptracks mit Soul und Funk-Samples aus den 1970ern (#7 „Kommt nicht von hier“, #11 „Rap ist“, #14 „What`s on yourMind“), orientalischen Beats (#13 „Keine Bewegung“), Reggae-Hip Hop, der polnischen Schlager aufgreift (#12 „Nichts was ich lieber mach“), zu Ausflügen auf elektronischen Grooves (#09 „Kick macht den Boom“, #03 „TrackBusta“); die Rapper folgen einem roten Faden, streuen Zitate und Anspielungen ein und zeigen ihr inklusives Verständnis zu gesellschaftlichen Themen und Lebensphilosophie.
Chris Deep verfeinert im Hintergrund die Fundamente der Beat-Skizzen und macht den Quality-Check der Hook-Factory! (5 befreundete Sänger_innen auf 9 Songs. Teamwork: Check.)

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