Aufnahme in eine geschlossene Gesellschaft Migration in der DDR

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08.03.2021 - 02.07.2021

In der Reihe Spaltpilz und Schwedenbecher geht es diesmal um Fragen zur Migration in der DDR. Besucher des Südbahnhofs wunderten sich über DDR-Darstellungen von einer vielfältig zusammengesetzten Bevölkerung in dem Staat hinter der Mauer.

Eine Tatsache, die Vielen nicht bekannt ist: Vertragsarbeiter aus Vietnam, Mosambik, Angola, Kuba, Algerien, Ungarn und Polen waren neben den sowjetischen Truppen die größte Gruppe von in der DDR lebenden Ausländern. Die meisten von Ihnen kamen aus sozialistischen Staaten und hofften auf eine gute Ausbildung und Qualifizierung. Vertragsarbeiter aus sozialistischen Ländern arbeiteten unter unerwarteten Bedingungen, lebten in ihnen zugewiesenen Unterkünften. Es schien, als sollten keine Beziehungen zur restlichen Bevölkerung aufgebaut werden.

Unser Gesprächspartner Dr. Patrice G. Poutrus ist in der DDR aufgewachsen. Der Zeithistoriker und Migrationsforscher wird im Interview mit Harry von Bargen Aufschluss darüber geben, wie Vertragsarbeiter*innen in der DDR lebten, welche Bedingungen es für sie gab, wie die Haltungen der einheimischen Bevölkerung Ihnen gegenüber war. Und welche möglichen Nachwirkungen dies heute hat. Im Blick zurück lässt sich das Heute besser verstehen. In der Betrachtung der Unterschiede hinsichtlich Ausländerfeindlichkeit in der DDR und BRD werden wir kein Deutungsraster „autoritäre DDR“ anwenden, sondern die Ursachen der Entwicklung rechter Gruppierungen betrachten.

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Ausgehend vom Heute, diskutieren wir, wie wir uns mit den gemachten Erfahrungen den Anforderungen der Zeit – zum Beispiel hinsichtlich Integration und im Umgang mit rechten Strömungen – stellen können

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