Sounds and Voices IV floating spores

Okt
30
18:00

Die vierte Ausgabe des interkulturellen Türkei-Krefeld Austauschs „Sounds and Voices“ widmet sich dem Thema des Wandels. Ob wir uns diesen im Anbetracht der Klimakrise in erschreckenden Bildern vor Augen führen, im Kleinen in unserer eigenen Umwelt beobachten oder ob wir als Kulturoptimisten mit hoffnungsvollem Blick durch die Welt gehen: Alles ist im stetigen Wandel.
Nur das Tempo ist unkontrollierbar geworden.

Der vom Südbahnhof und dem Krefelder Musiker Till Menzer selbst initiierte Kulturaustausch konnte bisher große Namen, wie Sevket Akinci, einen Musiker, der sich der freien Improvisation widmet und Hochschuldozent an der Bilgi Universität in Istanbul ist oder Petra Nachtmanova, eine Saz-Spielerin, die bisher auf den Spuren Ihres Instruments die halbe Welt bereist und diese Reise in dem bildgewaltigen Film „Saz – the key of trust“ festgehalten hat, gewinnen.

Dabei ist bisher immer der Ansatz gewesen Politik durch den künstlerischen Austausch darzustellen und eigene Ansätze zu entwickelt ohne direkt darüber zu sprechen, oder Menschen zu einer Positionierung zu drängen. Kunst ist frei und das Vehikel von Sounds and Voices um Vorurteile zu zerstreuen oder noch besser: Gar nicht erst aufkommen zu lassen.

Sounds and Voices IV – Floating Spores

In diesem Jahr ist es uns gelungen eine außergewöhnliche Gruppe von Künstler*innen zusammen zu bringen:
Dodan Özer ist ein einfühlsamer und stimmgewaltiger Sänger aus dem Osten der Türkei. Den aus Varto stammende Lyriker und Sänger kennt man aus diversen erfolgreichen Theaterproduktionen, wie aus dem Türkischsprachigen Voice of Turkey (O Ses Türiye’nin). Durch seine ungeheure Bühnenpräsenz schafft er es, nicht nur große Hallen auszufüllen, sondern auch einen Abend lang Gänsehautmomente in intimen Räumen zu kreieren.
Musikalisch wird er dabei von FL!M unterstützt. Die in Köln beheimatete, aber aus der ganzen Welt stammende Band bedient sich einer akustischen und traditionellen Klangpalette, wartet dabei aber mit modernen Sounds und Spielweisen auf. Tanzbar oder melancholisch entführen sie dabei das Publikum auf eine Reise durch die Schleier unbekannter Perspektiven.

Der Rahmen der Ausstellungen wird von Emrecan Agtas kuratiert. Der Istanbuler Künstler, Musiker und Gestalter begleitet das Projekt Sounds and Voices schon länger hinter den Kulissen und schafft es nun endlich, zu uns nach Krefeld zu kommen. Sein interdisziplinärer Ansatz an Kunst ist dabei eine starke Stimme; gerichtet an die großen Fragen unserer Zeit.
Dazu stößt die Kölner Künstlerin Lorraine Omobo. Sie vermag es mit klugen Ideen und einem kreativen Blick auf Materialien, die wiederverwertet werden können und bereits in der Aufstellung einer Arbeitshypothese eine Richtung für mögliche Antworten auf die Fragen des Wandels zu geben.

Begleitet wird das Projekt durch die Videoarbeiten von Elif N’Hecisi, einem YouTube Format, welches sich der Konservierung origineller Musik gewidmet hat.

Die Veranstaltung findet im Südbahnhof am 30.10. direkt im Anschluss an den SoundBahnhof ab 18:00 statt. Der Eintritt ist frei, aber es wird um eine Spende gebeten, wobei wir eine Spendenempfehlung von 5€ bis 50€ vorgeben. Das Projekt wird vom Kulturfonds der Stadt Krefeld und dem Ministerium für Wissenschaft und Kultur gefördert.

https://werkhaus-krefeld.de/34047/sounds-and-voices-2/

 

Mit dabei sind:
Dodan (Izmir)
Emrecan Agtas (Istanbul)
Lorraine (Köln)
Bilal Mustafa von Elif’in Hecesi (Istanbul)
Payam Ghasemi (Marseille)
Eren Aksahin (Bielefeld)
Zainab Lax (Dortmund)
Tim von Malotki (Köln)